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Das FOSpedalo

Die mit Muskelkraft betriebenen Wasserfahrzeuge sind ein weiteres Beispiel ökologischer Mobilität. Die Fortbewegung mit eigener Kraft macht Spass, ist gesund und bereichernd für jede Art von Gruppenzusammensetzung. Durch die geräuschlose Fortbewegung kann die Natur zudem fast ungestört erlebt werden.

Das FOSpedalos ist ein kleiner 4,2m langer Katamaran, welcher durch zwei muskelbetriebene Antriebseinheiten in Bewegung gesetzt wird. Die Fahrer/innen sitzen nebeneinander in ergonomischen Sitzen auf einer Plattform 40cm über dem Wasser.

Die Leichtbauweise, die schnittige Rumpfform und ein effizienter Schiffsschraubenantrieb ermöglichen eine Reisegeschwindigkeit von 6-8 Stundenkilometer. So können pro Tag beträchtliche Strecken zurückgelegt und auch längere Reisen über Kanäle, Flüsse und Seen ins Auge gefasst werden.

Mit max. 70kg Gewicht ist es möglich, das FOSpedalo zu tragen und auf diese Weise Stauwehre und andere Hindernisse zu umgehen. Die Plattform ist so dimensioniert, dass zwei Personen darauf liegen können. Ein klappbares Verdeck ermöglicht es, auch bei Regen angenehm zu fahren und das Boot bei Bedarf zum Campieren zu benützen.

Mit dem FOSpedalo zu fahren ist leicht und muss nicht speziell gelernt werden. Aufgrund der Mehrrumpfbauform liegt das Pedalo kenterungssicher im Wasser. Die FOSpedalos werden in einem speziell angefertigten gedeckten Anhänger aufbewahrt, womit sie jeweils auch zum Einsatzort transportiert werden können.

Die Entstehung: das Schulprojekt FOSpedalos

Im Schuljahr 2010/11 haben sieben Schüler/innen zusammen mit vier Jugendlichen mit einer Behinderung in Ausbildung der ESB* vier kleine Wasserfahrzeuge gebaut und damit eine gemeinsam eine Reise unternommen.

Von der Idee zur Umsetzung

Die bisherigen Erfahrungen, insbesondere mehrerer Segeltörns von FOSsailing mit behinderten Jugendlichen von der Sonnhalde in Gempen, und das technische Know-how vom Schiffs -und Velobau haben uns darin bestärkt, die Idee des neuen Projektes „FOSpedalos“ in die Tat umzusetzen.
Im Schuljahr 2010/11 haben sieben Schüler/innen zusammen mit vier Jugendlichen mit einer Behinderung in Ausbildung der ESB* vier kleine Wasserfahrzeuge gebaut und damit eine gemeinsam eine Reise unternommen. Da mit dem Konzept für die Fahrzeuge neuartige Wege beschritten wurden, war es nötig, zuerst einen Prototyp zu entwickeln und zu testen. Das Resultat ist derart erfreulich, dass der offizielle Start des Projektes am 28. Januar 2011 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung gefeiert wurde.

Handwerkliche und soziale Herausforderungen

In der Werkstatt haben sich die Jugendlichen beim Bauen der Rümpfe und der Plattformen mit der Herstellung und Verarbeitung von glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) befasst, für die Sitze und die Antriebseinheiten mit Metallkonstruktionen (vor allem Aluminium) und für die Sitzbespannungen und die Verdecke mit Textilarbeiten auseinandergesetzt.
Nebst diesen handwerklichen Fähigkeiten wurden bei der Bautätigkeit die Teamfähigkeit, die Flexibilität, das Durchhaltevermögen und das Wahrnehmen von Verantwortung im Produktionsprozess geübt. Bei diesen anspruchsvollen Arbeiten und dem hochgesteckten Ziel ist die Teamfähigkeit stark gefordert und gefördert worden und auch auf der Reise mussten sich die Teams optimal aufeinander einstimmen, um gut voran zu kommen. Unterwegs galt es, soziale Verantwortung zu übernehmen, auf andere Menschen verbindlich einzugehen und die Tage motiviert und konstruktiv zu gestalten.

Ab 2012: Neue Projekte, weitere Reisen und externe Nutzung

Der erfolgreiche Start des Pilotprojektes, die erweiterten Erfahrungen mit integrativen Projekten und dem gelungenen Durchführen mehrerer Reisen war die Grundlage für die gemeinsam getroffene Entscheidung die Projektarbeit im Rahmen des FOSpedalos weiterzuführen, diese jedoch auszubauen und auch die private Vermietung in das Konzept aufzunehmen. So beschränkt sich nun das Angebot nicht mehr nur auf integrative Projekte, wobei diese weiterhin einen wichtigen Bestandteil unserer Arbeit beschreiben, die Boote sollen jedermann zugänglich sein, sei dies in privatem Rahmen durch einen Ausflug, als Lager für Schulklassen oder andere Gemeinschaften oder als Reise über Flüsse und Seen um die Landschaft mal auf eine neue Art und Weise zu erleben.

*Eingliederungsstätte Baselland

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